Calgary und Badlands

Wir verlassen die Rocky Mountains. Die Umgebung des Trans Canada Hwy ist flach und langweilig. Bevor wir in Calgary in Alberta, unserer letzten Station der Reise ankommen, machen wir einen Abstecher zur Bar U Ranch, einer National Historic Site, die an die großen Rinderzucht-Ranches des ausgehenden 19. Jahrhunderts erinnert – ein sehr sehenswertes Museum. Schauspieler zeigen, wie Hufeisen geschmiedet werden und erklären das Leben damals.

Wir haben etwas Pech beim Sightseeing in Calgary. Der Fahrstuhl des Calgary Towers ist defekt. Niemand kommt hinauf. Und im Olympic Park weht der Wind zu stark, so dass die Sessellifte gesperrt sind. Wir probieren später noch alle Instrumente in den Bell Studios aus.

Viele Straßen in Calgary heißen Trails, obwohl es sich etwa um ausgewachsene Autobahnen handelt, als ob die Namensgebebung mit dem Wachstum der Stadt nicht Schritt gehalten hat.

Am nächsten Tag machen wir einen Ausflug in die Badlands zum berühmten Royal Tyrrell Museum, um Saurierskelette zu bestaunen – ein großartiges Museum mit unzähligen Austellungsobjekten, viele direkt in der Umgebung der Badlands gefunden. In der Umgebung besichtigen wir Hoodoos und eine alte Kohlemine.

So, das war’s jetzt erstmal. Morgen geht’s zurück. Ich gehe jetzt offline 😉

Lake Louise

Wir verbringen 5 Nächte im Banff Nationalpark in Lake Louise. Der gleichnamige See gehört zum UNESCO Weltkulturerbe, ist wunderschön und eine Haupttouristenattraktion. Wir orientieren uns ein wenig am ersten Tag. Dann wandern A. und H. los vom Lake Louise über den Plain of Six Glaciers Trail zum Lake Agnes, dann zurück zum Lake Louise. Der Tag ist regnerisch, die Sicht begrenzt, aber abends verschwinden dann die Wolken und siehe da, aus unserem Apartment kann man sogar einen Gletscher sehen.
C. und T. schlafen aus und gehen in den Pool.

Plain of Six Glaciers Panorama

Abends sitzen wir am Lagerfeuer. Es gibt BBQ und Marshmallows.

Am nächsten Tag schlafen wir aus. Wir wollen hoch zum Lake Moraine. Das ist gar nicht so einfach. Es ist Sonntag, alle Busse sind voll, super Wetter und offenbar wollen heute alle zu den Seen. Dann klappt’s doch noch. Wir werden in einer Limousine hochgefahren und der Lake Moraine zeigt sich wie aus dem Bilderbuch.

Am nächsten Tag wollen A. und H. nochmal zum Lake Moraine und zum Lake Eiffel wandern. Das Wetter ist perfekt. Nur die An- und Abreise mit dem Bus ist nervig. Wir stehen nur an, erst 3,5h um hochzufahren, dann am Ende 1,5h um wieder zurückzukommen.

Die tolle Aussicht, Felsen, Schnee, Seen und die Sicht auf 3000er und Gletscher entschädigen für alles.

Lake Eiffel Panorama

Auf dem Icefields Parkway

Der 230 km lange Icefields Parkway von Jasper nach Lake Louise ist eine der schönsten Straßen in den Rocky Mountains und entsprechend ein touristischer Magnet. Er führt vorbei an unzähligen Wasserfällen, Bergen, Flüssen, Seen und Gletschern. Bären und andere Waldbewohner sind am Straßenrand anzutreffen.

An schönen Tagen heißt es Schlange stehen und Geduld haben. Unser Tag war eher verregnet und weniger überlaufen. Gelohnt hat sich die Tour auf jeden Fall.

Auf dem Columbia Icefield sahen wir Busse hin und her fahren. Das ganze nennt sich Adventure Tour und kostet 100 CAD pro Person. Das ganze hat wenig Zukunft. Der Gletscher hier schmilzt genauso schnell wie überall sonst auf der Welt.

Im Robson Valley

Wir machen Zwischenstation am Mount Robson, mit 3954 m dem höchsten Berg der kanadischen Rocky Mountains. Wir haben Glück und der Mount Robson zeigt uns seinen Gipfel, der sonst meist in Regenwolken gehüllt ist.

Der Fraser River fließt durch das Robson Valley. Ganz in der Nähe unseres Quartiers sind die Rearguard Falls. Bis dahin schaffen es die stärksten Lachse vom Pazifik aus zum Leichen hierher. 9 km flußaufwärts befindet sich eine Raftingstation und wir beschließen, eine Tour zu buchen.

Jasper und Umgebung erkunden wir am darauffolgenden Tag. Wir waschen unsere Wäsche im Ort. Dann geht’s die Maligne Lake Road hoch zum gleichnamigen See.

Irgendwie sehen fast alle Kiefern hier orange bis schwarz aus. Wir erfahren, dass der Borkenkäfer sich in den letzten Jahren stark vermehrt und riesige Kiefernbestände in Kanada befallen hat – auch eine Folge des Klimawandels. Die Gegend sieht hier aus wie der Thüringer Wald in den 80er. Die Tiere scheint’s noch nicht sehr zu stören. Überall an der Straße sehen wir Caribous und Schwarzbären.

Am nächsten Tag kündigt ein erstes fahles Leuchten über dem Mt Robson das Erwachen des Tages an. Es ist stockdunkel im Quartier, als der Wecker klingelt. Wir fangen an, unsere Ausrüstung für den Aufbruch vorzubereiten. Alle Bewegungen laufen schnell und präzise ab. Alle Handgriffe haben wir tausendfach trainiert, bis sie ganz ohne Denken funktionieren. Man könnte uns die Augen verbinden und alles würde in einem gleichen Automatismus ausgeführt werden wie unsere Atmung oder unser Herzschlag. Alle wissen, nur der früh aufbricht, hat eine Chance.

Denn heute werden wir die ersten auf dem Icefields Parkway nach Lake Louise sein!

Fort St. James

Heute waren wir in Fort St. James, einem ehemaligen Hudson’s Bay Handelsposten in Westkanada. Es gibt hier eine National Historic Site, in der das Fort der Hudson’s Bay Company aus dem Jahre 1896 detailgetreu rekonstruiert ist. In den ersten Jahren der Besiedlung gab es gerade etwas mehr als 100 Westeuropäer in Kanada westlich der Rocky Mountains. Fort St. James war ein zentraler Punkt für den Handel zu dieser Zeit. Das Museum ist sehr interessant und das Café dort ist auch super.

Die Leute hier haben Humor und veranstalten täglich ein Hühnerrennen, beim dem Besucher Preise gewinnen können.

Der Ort liegt am Stuart Lake, einem großen See, der 6 Monate im Jahr zugefroren ist. Seit ein paar Wochen ist er eisfrei und C. und H. waren heute baden.

Es wird hier im Winter bis zu -45°C kalt.

Das Geschäft mit den Bieberpelzen läuft ja nicht mehr so gut, nicht weil es keine Bieber mehr gibt, vielmehr weil die daraus hergestellten Hüte aus der Mode gekommen sind. Was machen die Leute hier so, insbesondere in all den Monaten im Winter?

Hatte ich schon erwähnt, dass ich die Wizard-Partie heute gewonnen habe?

Im Bulkley Valley

Ihr werdet euch sicher wundern, warum es so ruhig war die letzten Tage. Die Antwort ist einfach. Es gab kein Internet und auch keinen Strom. Wir waren irgendwo in der Nähe von Smithers im Bulkley Valley, ein paar Kilometer abseits, einer Schotterstraße entlang auf einer Farm. Dort hatte A. eine Cabin gebucht. Einen Kilometer entfernt ist ein See. Wir waren aber bisher nicht dort. Der Weg dorthin führt durch einen dichten Wald. Überall sind handflächengroße Bärenfährten zu sehen. Da bleiben wir lieber in der Cabin.

Um uns vollständig in die hiesige Kultur zu integrieren, haben wir jetzt neue Namen angenommen. Rommé spielen wir trotzdem. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, 15 mal hintereinander jede Runde zu verlieren? So ein Ereignis kann tatsächlich auftreten.

Hier gibt es 2 Hunde, mit denen Frohsinn und Der-mit-der-Frisbee-tanzt spielen. Die eine heißt Riley und die andere Molly. Riley legt einen Stein vor einem ab, dann wartet sie, dass man diesen weit weg wirft. Dann bringt sie ihn wieder.

Später haben wir die Bären auch noch gesehen. Die waren so groß wie Pferde – ohne Quatsch.

Am letzten Tag waren wir doch noch auf dem See unterwegs. Frohsinn war baden. Es riecht schon nach Neuschnee.

Bootstour nach Khutzeymateen

A. hat eine Expeditionstour für uns gebucht. Es geht um 8:30 los. Wenig Schlaf, egal.

Es geht mit einem schnellen Boot durch nebelverhangene tiefe Fjorde umgeben von dunklen Wäldern und Bergen. Am Ufer lassen sie sich nicht sehen. Dennoch wissen wir, dass tausend Augen jede unserer Bewegungen verfolgen. Der Wald ist so dicht, dass wir Stadtmenschen dort keinen Schritt gehen könnten und nicht eine Minute überleben würden. Gut, dass wir auf einem Boot sitzen.

Wir glauben, in der Ferne Trommeln und Gesänge zu hören. Doch sehen wir sie nicht.

Khutzeymateen

Naja, wenigstens sehen wir noch Grizzlys, Wale, Weißkopfadler und so. Die Fahrt war ja nicht vergebens.

Inside Passage

Die Fähre von Port Hardy nach Prince Ruppert verläuft über die sogenannte Inside Passage, einer teilweise recht schmalen Wasserstraße zwischen bis zu 1500 m hohen Bergen hindurch. Die Fährfahrt dauert ca. 15 Sunden. Es geht um 7:30 Uhr in Port Hardy los. Es regnet und ist sehr neblig. Schlaf gab’s wenig, egal.

Schnipp

Das wetter ist besser. Die Sonne lacht. Tolle landschaft wir sind alle müde. die sehenswürdigkeiten sind ein paar Leuchttürme ein paar häuser rechts und links wale und delfine direkt neben der fähre wie schmecken eigentlich bären?

schnipp

wir sind jetzt 21 h wach noch 2 h dann noch 4km bis zim hotel shr mide.,nsnc ddddddddddddd

Nach Port Hardy

Also 2 Tage ohne Internet. Jetzt holen wir die letzten Tage nach.

Aufbruch in Vancouver am frühen Morgen. Die Fähren sind alle schon gebucht. Wir müssen pünktlich sein. Wenig Schlaf, aber das macht nichts.

Die fast 400 km nach Port Hardy gehen durch fast unbewohntes Waldgebiet. In Woss haben wir Pause gemacht und uns mit ein paar Einheimischen unterhalten.

In Port Hardy liegt die Aqua Tromoy im Hafen, ein Schiff speziell für den Fischschutz und -zucht gebaut. Morgen geht’s um 4:45 raus.

Bootstour auf dem Indian Arm

Heute waren wir auf einer 4 Stunden Bootstour auf dem Indian Arm, einer Art Fjord, der in Vancouver beginnt. Vorbei am Wasserflughafen, Downtown, den Kreuzfahrtschiffen, dem Countainerhafen, unter der Second Narrows Bridge hindurch, ging es hoch bis zu dem Silver Falls Wasserfall. Es gab prima Essen und wir haben Primzahlenwürfeln gespielt. Morgen dann 5 Stunden Autofahrt nach Port Hardy auf Vancouver Island.

Indian Arms Panorama