Wir machen Zwischenstation am Mount Robson, mit 3954 m dem höchsten Berg der kanadischen Rocky Mountains. Wir haben Glück und der Mount Robson zeigt uns seinen Gipfel, der sonst meist in Regenwolken gehüllt ist.


Der Fraser River fließt durch das Robson Valley. Ganz in der Nähe unseres Quartiers sind die Rearguard Falls. Bis dahin schaffen es die stärksten Lachse vom Pazifik aus zum Leichen hierher. 9 km flußaufwärts befindet sich eine Raftingstation und wir beschließen, eine Tour zu buchen.


Jasper und Umgebung erkunden wir am darauffolgenden Tag. Wir waschen unsere Wäsche im Ort. Dann geht’s die Maligne Lake Road hoch zum gleichnamigen See.
Irgendwie sehen fast alle Kiefern hier orange bis schwarz aus. Wir erfahren, dass der Borkenkäfer sich in den letzten Jahren stark vermehrt und riesige Kiefernbestände in Kanada befallen hat – auch eine Folge des Klimawandels. Die Gegend sieht hier aus wie der Thüringer Wald in den 80er. Die Tiere scheint’s noch nicht sehr zu stören. Überall an der Straße sehen wir Caribous und Schwarzbären.


Am nächsten Tag kündigt ein erstes fahles Leuchten über dem Mt Robson das Erwachen des Tages an. Es ist stockdunkel im Quartier, als der Wecker klingelt. Wir fangen an, unsere Ausrüstung für den Aufbruch vorzubereiten. Alle Bewegungen laufen schnell und präzise ab. Alle Handgriffe haben wir tausendfach trainiert, bis sie ganz ohne Denken funktionieren. Man könnte uns die Augen verbinden und alles würde in einem gleichen Automatismus ausgeführt werden wie unsere Atmung oder unser Herzschlag. Alle wissen, nur der früh aufbricht, hat eine Chance.
Denn heute werden wir die ersten auf dem Icefields Parkway nach Lake Louise sein!